Was ist aber Aikido?

 Wie wird trainiert? 

        

Dass Aikido keine Kampfkunst im üblichen Sinne des Wortes ist, wird jeder erraten haben.

 

Was ist aber das Besondere an Aikido?

 

Die Übersetzung des Wortes AI-KI-DO , etwa -Weg zur Harmonisierung mit der ursprünglichen Energie- lässt zwar ein umfassendes Programm ahnen, hilft uns jedoch wenig. Meister Morihei Ueshiba, Begründer des Aikido, gibt uns hier einige Hinweise :

 

"Im Aikido von Ueshiba gibt es keine Feinde. Wenn Sie glauben, dass Budo dazu dient, Sie selbst stärker als ihre Gegner oder Feinde  zu machen, ist dies völlig falsch. Im wahren Budo gibt es weder Gegner noch Feinde.[...]Es dreht sich nicht darum, ob man gewinnt oder verliert, das ist es keineswegs. Man muss diese Vorstellung abschaffen. Aikido, das sind die Techniken des Friedens."

"...es reicht tatsächlich nicht aus ,sich des Angreifers zu entledigen, sondern man muss ihm auch ein Gefühl der Zufriedenheit geben um seine agressive Haltung zu ändern“

 

Deshalb braucht man im Aikido  keine Kraft, es wird nicht gekontert oder zurückgeschlagen.

 
   

Sankyo

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Es wird zuerst ausgewichen, dann wird die Zug oder Stossrichtung des Angreifers durch eine geschmeidige Bewegung des Körpers umgelenkt, um ihn anschliessend mit einer Wurf- oder  Fixiertechnik  ausser Gefecht zu setzen.  

 

 

Dadurch wird man später sogar einem Angriff zuvorkommen können.

 

 

Nicht nur die geistige Einstellung war für den Begründer wichtig, sondern auch die Ertüchtigung des Körpers denn :

 

Ikkyo

"Die Harmonie der Hände, der Beine und der Hüften ist sehr wichtig, um die Einheit des Körpers mit dem Geist zu verwirklichen."  

 

 

 

 

   

Irimi Nage

" Wir führen den Übenden mit den Händen, und bedienen uns dabei seiner Bewegung."

 

 

 

 

 

 Das Training wird deshalb je nach anwesenden Schülern gestaltet damit jeder:

  • Den eigenen Körper  aufbauen kann,
  •  Erfahrungen sammelt,
  •  Je nach Niveau und Fähigkeiten seine Aufmerksamkeit mehr auf Technik oder Entspannung usw. lenken kann.

Dies alles im eigenen Rhythmus, da die Vorstellung vom Wetttbewerb im Aikido inexistent ist.

 

Vorkenntnisse sind nicht nötig, sportliche Begabung auch nicht, (keine Altersbegrenzung nach oben zum einsteigen!!!)  jedoch sollte man Freude an körperlicher Bewegung haben, da man jeweils die Rolle des Angreifers und des Verteidigers übernimmt.